Der Weg zu mehr Klarheit durch innere und äußere Ordnung wird anfangs einiges durcheinanderwirbeln. Um Ordnung zu schaffen und einen Überblick zu bekommen, muss ich mich zuerst mit meinen Dingen beschäftigen. Ich muss wortwörtlich auch meine Leichen aus dem Keller hervorholen. Auch diejenigen, die ich schon vergessen habe.

Da kann es vorkommen, dass du an dir selbst zweifelst und deine Fähigkeit, eine neue Ordnung herzustellen, hinterfragst. Das geht uns allen so. Daher benötigt es auf diesem Weg Durchhaltevermögen. Damit ist keine angespannte, ehrgeizige Verbissenheit gemeint, sondern ein Prozess, der dich langsam, dafür stetig an dein Ziel bringt.

Meistens kennen wir nur den nächsten Schritt auf diesem Weg. Das ist gut so. Denn würden wir wissen, was alles noch vor uns liegt, um unser Ziel zu erreichen, hätten wir längst schon aufgegeben und uns wieder anderen Dingen gewidmet. Das Zauberwort heißt durchhalten. Es wird dich auf deinem Weg unterstützen.

Doch wie funktioniert durchhalten? Beginne zu beobachten, wann und zu welcher Tageszeit es dir mit Zuversicht gelingt deine Projekte und Aufgaben abzuarbeiten. Nutze diese neu gewonnene Erkenntnis und plane diese Zeiten bewusst für Dinge, die dir nicht so leicht von der Hand gehen. Setz dir unbedingt einen Zeitrahmen für dein Vorhaben. Meist reichen zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten. Wir unterschätzen, was wir in zwanzig Minuten erledigen können und überschätzen, was wir in einem Tag erledigen können.

Wenn dein Projekt zum Beispiel lautet: Ich räume meinen Keller auf. Dann trage dir in deinen Kalender ein konkretes Zeitfenster ein, wann du vorhast, dies zu erledigen. Doch Achtung nimm dir dafür nicht einen ganzen Tag vor, sondern fange mit kürzeren Zeitblöcken an. Es kommt natürlich auf die Größe deines Kellers und die Anzahl, der dort gelagerten Dinge an, doch nimm dir zu Beginn bewusst nur ein Regelfach, eine Kiste oder einen abgegrenzten Bereich in deinem Keller vor.

Gib vorab eine ungefähre Zeiteinschätzung, wie lange du für, zum Beispiel, diesen Regalboden brauchen wirst und stell deinen Timer danach. Nach Ablauf der Zeit schau dir an, wie viel du geschafft hast. Plane am besten innerhalb der nächsten drei Tage ein neues Zeitfenster ein. Das hilft dir dranzubleiben und weiterzumachen.

Wenn du jeden Tag zwanzig Minuten Zeit in deinen Keller investierst, wirst du nach drei Wochen mehr erledigt haben, als wenn du einen Tag sieben Stunden lang in deinem Keller mit aufräumen verbringst. Bei ersterem hast eine neue Routine entwickelt dranzubleiben und durchzuhalten. Es ist eine neue Gewohnheit entstanden, die du höchstwahrscheinlich länger durchhalten wirst, als wenn du einmal in sieben Jahren deinen Keller aufräumst. Letzteres ist frustrierend und hinterlässt dich mit einem Gefühl nichts wirklich geschafft zu haben zurück.

Lass dich jedoch nicht von deiner Tatenkraft aufhalten, mehr zu machen als, zum Beispiel, deine ursprünglich, geplanten zwanzig Minuten. Doch achte darauf, dass du danach noch für deine Folgetage motiviert bleibst und durchhältst.

Morgen verrate ich dir dazu meine Tipps und Tricks.

Alles Gute beim Durchhalten, Weitermachen und Dranbleiben!

Ich sehe Dich!

Deine Verena