Es braucht Offenheit auf deinem Weg zu innerer und äußerer Ordnung. Viel zu oft haben wir eine vorgefertigte Meinung, verlaufen uns in Konzepten und verbreiten unüberlegt Theorien, die wir nicht auf die Anwendung in unserem persönlichen Leben geprüft haben. Wir be- und verurteilen andere, meist unbewusst, dass sie sich anders verhalten oder anders denken als wir selbst. Doch genau das führt uns weg von uns selbst, es führt uns weg vom Leben.

Offen zu sein bedeutet: auch mal neue Erfahrungen und Andersartigkeit zu zulassen. Vor allem hilft dir Offenheit wirklich anzunehmen, was ist. Jemand erzählt dir von seinen Erfahrungen, dann höre beim nächsten Mal genau hin, ob du wirklich mit deinem gesamten Sein zugehört hast oder ob du dich von deinen Vorstellungen und Bildern leiten hast lassen und nur vermutest, wie sich dein Gegenüber fühlt.

Unser Gehirn erzeugt in sekundenschnelle Bilder und stellt Verknüpfungen mit unseren eigenen Erfahrungen her, sodass wir oftmals gar nicht wissen, ob wir nur auf unsere eigenen Vorstellungen reagieren oder wirklich verstanden haben, was uns unser Gegenüber mitteilen wollte.

Erst wenn wir Menschen und Dingen mit einem offenen Herzen begegnen, können wir uns wirklich kennen lernen. Verurteilung von uns selbst und von anderen trennt uns und verschließt unsere Herzen. In Wahrheit wissen wir so wenig was wirklich in einem anderen Menschen vor sich geht. Wir haben Vermutungen und glauben damit absolut richtig zu liegen. Egal wie lange du einen Menschen schon kennst, du kannst nie zu hundert Prozent sicher sein, wie er oder sie sich wirklich fühlt.

Durch die Worte „ich verstehe dich“ wird die Distanz zwischen zwei Menschen überwunden, doch Worte sind nur ein Versuch etwas zu beschreiben, dass unbeschreiblich ist. Es ist ein Wunder, dass wir uns trotz dieser Hürden so gut verstehen.

Missverständnisse entstehen durch falsche Annahmen, manchmal hilft es auch nicht darüber zu sprechen. Sei offen für das, was sich zeigt. Es hat einen tieferen Grund, der meistens nicht erkennbar ist.

Übe dich in Offenheit. Vor allem bei Situationen, Empfindungen und Gefühlen, die du ablehnst. Lass sie da sein. Sie wollen dir etwas zeigen. Sie möchten dich auf etwas in deinem Leben aufmerksam machen. Je mehr du dagegen kämpfst, umso weniger kannst du empfangen, was sich zeigen möchte.

Die Dinge in deinem Zuhause spiegeln dir deinen Grad an Offenheit wieder. Kannst du akzeptieren, in welchem Zustand sich dein Zuhause befindet oder verurteilst du dich dafür?

Höre auf dich zu verurteilen. Sei lieber ehrlich zu dir selbst, dass deine Vorstellungen und die Realität einfach voneinander abweichen. Und dann frage dich, wie weit bist du bereit, dass du verändern?

Fange schrittweise an und halte dir ein klares Ziel vor Augen. Sei jedoch gleichzeitig offen für neue Ideen und Impulse, die vielleicht auf den ersten Blick gar nichts mit deinem ursprünglichen Ziel gemein haben. Halte niemals strickt an deinen Plänen fest, es könnte nämlich sein, dass du dadurch das Leben verpasst.

Was bringt dir ein aufgeräumtes Zuhause, wenn du am Weg zu deinem Ziel die Gelegenheit verpasst, jemanden kennenzulernen, der dir bei deinem Ziel behilflich sein kann? Daher halte den Fokus auf dein Ziel und sei gleichzeitig offen dafür, was parallel in deinem Leben auftaucht. Meistens sind es die unscheinbaren Ereignisse, die uns auf unserem Weg weiterbringen. Sei offen dafür und verliere dich nicht in Details!

Ich sehe Dich!

Deine Verena