Hast du dich schon mal auf einen Sessel gestellt, wenn du ein Problem hattest, dass du nicht lösen konntest? Probiere es einfach mal aus! Manchmal müssen wir eben unsere Sichtweise ändern, um eine Lösung zu finden.

In dem du ganz bewusst deine Position veränderst, kannst du das Problem aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein Sessel ist dabei ein geeignetes Mittel. Du bringst damit etwas in Gang. Du bewegst dich und mit dir bewegt sich dein Problem. Das muss jetzt noch nicht die Lösung sein, doch häufig eröffnet dir eine neue Perspektive einen anderen Zugang zu deinem Problem.

Wir können nicht alles wissen, aber wir können uns für eine neue Sichtweise öffnen. Das kann uns helfen kreativere Lösungen zu finden.

Du hast doch sicher schon mal deine Schlüssel in deinem Zuhause gesucht? Meistens fällt uns genau in dem Moment, wo wir aufhören zu suchen und uns wieder etwas Anderem widmen, ein, wo der Schlüssel sonst noch sein könnte. Auch hier hast du bildlich deinen Standpunkt verändert. Du bist einer anderen Tätigkeit nachgegangen. Das ist nichts Anderes als kurz mal auf einen Sessel zu steigen, um einen neue Perspektive zu bekommen.

Wir machen bereits vieles automatisch von jenen Dingen, die uns helfen einen besseren Überblick über unsere Situation zu bekommen. Allzu oft denken wir jedoch nicht daran, wenn wir es wirklich brauchen.

Auch beim Aufräumen veränderst du jedes Mal deine Sichtweise auf die Dinge, die du besitzt. Sind sie noch nützlich? Verwende ich sie noch? Mag ich die Dinge noch, die ich besitze?

Vor allem können sich deine Vorlieben verändern. Dinge, die du früher geliebt hast lösen heute keine Freude mehr in dir aus. Das kann dadurch passieren, dass diese Dinge in Vergessenheit geraten sind oder wir sie lange nicht benutzt haben. Plötzlich sehen wir uns mit unseren eigenen Schwächen konfrontieren, nämlich damit, dass auch wir nicht immer achtsam und liebevoll mit unseren Dingen umgegangen sind und offensichtlich den Zeitpunkt verpasst haben, wo es an der Zeit gewesen wäre sich von diesen Dingen zu trennen. Oftmals laufen wir vor diesen Gefühlen davon, lenken uns mit Netflix, Handy oder einer anderen Tätigkeit ab.

Nimm diese Gefühle an, verurteile dich nicht dafür, sondern danke dir für diese wertvolle Erkenntnis und lass die Dinge jetzt gehen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Je eher du dich deinen ungeliebten Anteilen stellst, umso leichter fällt es dir Ordnung sowohl im innen als auch im außen herzustellen.

Dinge, die du weggibst befinden sich dann zwar physisch nicht mehr in deinem Leben, doch die Erinnerung an sie wird immer in dir gespeichert sein, auch wenn du dich vielleicht irgendwann nicht mehr daran erinnern kannst. Das vergessen wir leider viel zu oft und behalten Dinge, vor allem Fotos und Erinnerungsstücke, um nichts zu vergessen.

Vertraue darauf, dass du in Wahrheit nichts vergessen kannst. Zum Erinnern braucht es den Gegenstand nicht mehr. Die Erinnerung bleibt, doch das Objekt selbst kann dich verlassen und Platz für neue Objekte schaffen, die unser Leben mit neuen, frischen Erinnerungen bereichern.

In dem du Dinge loslässt, lässt du zu, dass du eine neue Sichtweise über dein Leben einnimmst. Eine Sichtweise ist weder richtig noch falsch, sie ist nur mehr oder weniger nützlich.

Finde heraus, welche Sichtweise für dich von Nutzen ist!

Ich sehe Dich!

Deine Verena