Gerade jetzt hilft mir persönlich eine Prise Gelassenheit. Egal, was ich tue oder denke, meistens ist es doch nicht so schlimm, wie es im ersten Moment scheint.

Gelassenheit vor allem in stressigen Zeit an erste Stelle zu setzen, fällt uns oft sehr schwer. Zu sehr identifizieren wir uns mit unseren Dingen, Gedanken und Glaubenssätzen. Da scheint es schier unmöglich loszulassen und sich von unnützen, nicht mehr gemochten Dingen und kontraproduktiven Gedanken zu trennen. Gegenstände auszumisten ist oftmals viel einfacher als destruktive Gewohnheiten abzulegen. Denn Gegenstände können wir angreifen, wir nehmen sie als etwas von uns getrenntes wahr. Das macht es ein leichter sich zu fragen, was dieser Gegenstand noch in unserem Leben verloren hat. Können wir uns dennoch nicht zu einer Entscheidung durchringen, hilft es mir persönlich diese Gegenstände in eine Dilemma Box zu stecken und die Entscheidung darüber auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Es ist okay. Manchmal hilft es uns Abstand von Dingen zu nehmen, bei denen wir feststecken. Dadurch entsteht für mich Gelassenheit.

Ebenso kann es Dir helfen eine Pause einzulegen. Etwas zu tun, dass dir wahre Freude bereitet. Oder geh einfach mal raus aus der Situation, gib dem keinen Raum.

Gelassenheit bedeutet nicht jede Situation todernst zu nehmen. Es ist nun mal wie es ist. Erst wenn ich bereit bin die Dinge wertzuschätzen, wie sie nun eben mal sind, kann Gelassenheit in mein Leben fließen.

Ärgere dich, wenn es ärgerlich ist. Sei wütend, wenn du Wut verspürst. Doch bleibe nicht in deinem Ärger oder deiner Wut stecken. Du kannst Dich oder jemand anderen stundenlang dafür verurteilen, wie es dazu gekommen ist oder Du trittst einen Schritt zurück, nimmst einen tiefen Atemzug und lässt mal alles auf Dich wirken, was gerade da ist. Alles darf sein. Du bist es, die die Geschichten, Dramen und Tragödien konzipiert. Du könntest auch mal aussteigen und den Tatsachen ins Auge sehen. Es sich nur Dinge, die Dich umgeben. Es sind nur Emotionen, die hochkommen und es sind nur Menschen, die auch nicht wissen wohin mit sich selbst.

Die Natur hilft uns Gelassenheit zu üben. Sie beschwert sich nicht, wenn der erste Kälteeinbruch kommt, sie nimmt an, was ist.

Nimm bei Deinem nächsten Spaziergang wahr, was Dich alles umgibt. Hörst Du, dass die Natur ein Klagelied singt oder verspürst Du etwa das genaue Gegenteil?

Die Enten schwimmen weiter ihren Weg und das Reh beobachtet Dich neugierig am Wegesrand ohne sich in die Dramen der Menschen rein ziehen zu lassen. Tiere sind einfach.

Kannst Du auch einfach gelassen sein?

Was brauchst Du dazu?

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg zu mehr Gelassenheit!

Ich sehe Dich!

Deine Verena